Moore und Feuchtwiesen entwickeln sich in niederschlagsreichen Regionen oder in der Nachbarschaft zu Gewässern. Zahlreiche Standorte wurden zur Gewinnung von Siedlungsraum und von landwirtschaftlichen Nutzflächen trocken gelegt. Die verbliebenen Flächen sind daher besonders wertvoll und bedürfen häufig einer weiteren Pflege. Dies gilt insbesondere für Feucht- und Streuwiesen. Sie sind der Lebensraum zahlreicher gefährdeter Pflanzen- und Tierarten. Viele von ihnen sind licht- und wärmeliebend. Liegen die Flächen längere Zeit brach, können verschiedene Entwicklungsprozesse in Gang kommen, die in der Regel zu einer Verarmung an Arten führt. Oft bildet sich durch umknickende Pflanzen im Laufe der Jahre auf dem Boden eine dicke Streufilzschicht, die von den auskeimenden Pflanzen nicht mehr durchwachsen werden können. Andere Wiesen entwickeln sich in Richtung Hochstaudenflur, verschilfen oder verbuschen. Nur durch eine regelmäßige Mahd mit Entfernung des Mähgutes lässt sich der Artenreichtum der Feucht- und Streuwiesen erhalten. Diese Arbeiten werden vom Landschaftspflegeverband organisiert und von Landwirten durchgeführt. Ein Schwerpunktgebiet ist die Gemeinde Aying. Zur Erhaltung des Berger Moores wurden 1997 zahlreiche Fichten gefällt. So wurden die Wasserverdunstung und die Beschattung verringert. Im Kupferbachtal wurde 1994 und 1999 auf brachliegenden Streuwiesen die Mahd wieder aufgenommen.
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